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Brüderchen und Schwesterchen
ドイツ語圏(Germany) / 本文の言語 ドイツ語 / 出典の刊年 1921 / 2,253 語
出典と権利
| 出典の本 | Deutsche Märchen gesammelt durch die Brüder Grimm |
|---|---|
| 提供 | Project Gutenberg / https://www.gutenberg.org/ebooks/77905 |
| 採集・編者 | Jacob Grimm; Wilhelm Grimm |
| 刊年の根拠 | 扉に『Hundertfünfundzwanzigstes Tausend 1921』、初版表示は『Erstes Tausend 1911』 |
| 権利状態 | Public Domain (United States)(US)/確認日 2026-09-08 |
| 地図上の位置 | 緯度 50.9 / 経度 9.5(精度 culture_region)。話の舞台でも採集地でもなく、この本が扱う文化圏のおおよその中心である。 |
本文 ・ 和訳対照
Project Gutenberg の本文から、PG のヘッダ・フッタ・商標文言を除いたもの。段落は原文のままである。
左=原文(原資料)右=和訳(AI が作ったもの)
Brüderchen nahm sein Schwesterchen an der Hand und sprach »Seit die Mutter tot ist, haben wir keine gute Stunde mehr; die Stiefmutter schlägt uns alle Tage, und wenn wir zu ihr kommen, stößt sie uns mit den Füßen fort. Die harten Brotkrusten, die übrig bleiben, sind unsere Speise, und dem Hündlein unter dem Tisch geht's besser: dem wirft sie doch manchmal einen guten Bissen zu. Daß Gott erbarm, wenn das unsere Mutter wüßte! Komm, wir wollen miteinander in die weite Welt gehen.« Sie gingen den ganzen Tag über Wiesen, Felder und Steine, und wenn es regnete, sprach das Schwesterchen: »Gott und unsere Herzen die weinen zusammen!« Abends kamen sie in einen großen Wald und waren so müde von Jammer, Hunger und dem langen Weg, daß sie sich in einen hohlen Baum setzten und einschliefen.
兄さんは妹の手を取って言った。「おかあさんが死んでから、ぼくらにはいい時が一度もない。継母は毎日ぼくらを打つし、そばへ行けば足で突きのける。残った硬いパンの耳がぼくらの食べものだ。食卓の下の小犬のほうがましだよ。あれにはときどきうまい切れ端を投げてやるんだから。ああ、おかあさんがこれを知ったら。おいで、二人で広い世間へ出よう」二人は一日じゅう草地を、畑を、石ころの上を歩いた。そして雨が降ると、妹は言った。「神さまとわたしたちの心が、一緒に泣いているのね」夕方、二人は大きな森に着き、嘆きと飢えと長い道のりで疲れ果てて、洞になった木のなかに座り込んで眠ってしまった。
Am andern Morgen, als sie aufwachten, stand die Sonne schon hoch am Himmel und schien heiß in den Baum hinein. Da sprach das Brüderchen: »Schwesterchen, mich dürstet, wenn ich ein Brünnlein wüßte, ich ging und tränk einmal; ich mein, ich hört eins rauschen.« Brüderchen stand auf, nahm Schwesterchen an der Hand, und sie wollten das Brünnlein suchen. Die böse Stiefmutter aber war eine Hexe und hatte wohl gesehen, wie die beiden Kinder fortgegangen waren, war ihnen nachgeschlichen, heimlich, wie die Hexen schleichen, und hatte alle Brünnlein im Walde verwünscht. Als sie nun einen Brunnen fanden, der so glitzerig über die Steine sprang, wollte das Brüderchen daraus trinken, aber das Schwesterchen hörte, wie er im Rauschen sprach: »Wer aus mir trinkt, wird ein Tiger, wer aus mir trinkt, wird ein Tiger.« -- Da rief das Schwesterchen: »Ich bitte dich, Brüderchen, trink nicht, sonst wirst du ein wildes Tier und zerreißest mich.« Das Brüderchen trank nicht, ob es gleich so großen Durst hatte, und sprach: »Ich will warten bis zur nächsten Quelle.« Als sie zum zweiten Brünnlein kamen, hörte das Schwesterchen, wie auch dieses sprach: »Wer aus mir trinkt, wird ein Wolf, wer aus mir trinkt, wird ein Wolf.« -- Da rief das Schwesterchen: »Brüderchen, ich bitte dich, trink nicht, sonst wirst du ein Wolf und frissest mich.« -- Das Brüderchen trank nicht, und sprach: »Ich will warten, bis wir zur nächsten Quelle kommen, aber dann muß ich trinken, du magst sagen, was du willst; mein Durst ist gar zu groß.« Und als sie zum dritten Brünnlein kamen, hörte das Schwesterlein, wie es im Rauschen sprach: »Wer aus mir trinkt, wird ein Reh, wer aus mir trinkt, wird ein Reh.« -- Das Schwesterchen sprach: »Ach, Brüderchen, ich bitte dich, trink nicht, sonst wirst du ein Reh und läufst mir fort.« Aber das Brüderchen hatte sich gleich beim Brünnlein niedergekniet, hinabgebeugt und von dem Wasser getrunken, und wie die ersten Tropfen auf seine Lippen gekommen waren, lag es da als ein Rehkälbchen.
翌朝、二人が目を覚ますと、太陽はもう高く昇って、木のなかまで暑く照りつけていた。そこで兄さんは言った。「妹よ、喉が渇いた。泉のありかが分かれば行って飲むのだが。水の音が聞こえる気がする」兄さんは立ち上がり、妹の手を取って、泉を探そうとした。だが意地の悪い継母は魔女で、二人の子が出ていくのをちゃんと見ていて、魔女のやり方でこっそりあとをつけ、森じゅうの泉に呪いをかけていたのである。さて二人が、石の上をきらきらと跳ねる泉を見つけると、兄さんはそれを飲もうとした。だが妹は、泉が水音のなかでこう言うのを聞いた。「わたしを飲む者は虎になる、わたしを飲む者は虎になる」そこで妹は叫んだ。「お願い、兄さん、飲まないで。飲んだら獣になって、わたしを引き裂いてしまうわ」兄さんはあれほど喉が渇いていたのに飲まずに言った。「次の泉まで待とう」二人が二つ目の泉に来ると、妹はそれもこう言うのを聞いた。「わたしを飲む者は狼になる、わたしを飲む者は狼になる」そこで妹は叫んだ。「兄さん、お願い、飲まないで。飲んだら狼になって、わたしを食べてしまうわ」兄さんは飲まずに言った。「次の泉まで待とう。だがそこでは飲むよ。おまえが何と言おうとね。喉が渇きすぎているんだ」そして三つ目の泉に来ると、妹はそれが水音のなかでこう言うのを聞いた。「わたしを飲む者は小鹿になる、わたしを飲む者は小鹿になる」妹は言った。「ああ、兄さん、お願い、飲まないで。飲んだら小鹿になって、わたしから逃げていってしまうわ」だが兄さんはもう泉のそばにひざまずいて身をかがめ、水を飲んでいた。そして最初のひとしずくが唇に触れるやいなや、そこに小鹿の子となって横たわっていた。
Nun weinte das Schwesterchen über das arme verwünschte Brüderchen, und das Rehchen weinte auch und saß so traurig neben ihm. Da sprach das Mädchen endlich: »Sei still, liebes Rehchen, ich will dich ja nimmermehr verlassen.« Dann band es sein goldenes Strumpfband ab und tat es dem Rehchen um den Hals, und rupfte Binsen und flocht ein weiches Seil daraus. Daran band es das Tierchen und führte es weiter, und ging immer tiefer in den Wald hinein. Und als sie lange lange gegangen waren, kamen sie endlich an ein kleines Haus, und das Mädchen schaute hinein, und weil es leer war, dachte es: »Hier können wir bleiben und wohnen.« Da suchte es dem Rehchen Laub und Moos zu einem weichen Lager, und jeden Morgen ging es aus und sammelte sich Wurzeln, Beeren und Nüsse, und für das Rehchen brachte es zartes Gras mit, das fraß es ihm aus der Hand, war vergnügt und spielte vor ihm herum. Abends wenn Schwesterchen müde war und sein Gebet gesagt hatte, legte es seinen Kopf auf den Rücken des Rehkälbchens, das war sein Kissen, darauf es sanft einschlief. Und hätte das Brüderchen nur seine menschliche Gestalt gehabt, es wäre ein herrliches Leben gewesen.
さて妹は呪いをかけられた哀れな兄さんのために泣き、小鹿も泣いて、そのそばに悲しげに座っていた。そしてとうとう娘は言った。「泣かないで、かわいい小鹿。わたしはけっしてあなたを見捨てません」それから娘は金の靴下留めをほどいて小鹿の首に巻き、藺草を摘んで柔らかい綱を編んだ。それでこの小さな獣をつなぎ、引いて森のなかをどんどん奥へと進んでいった。そして長い長いあいだ歩いたのち、二人はとうとう小さな家に着いた。娘はなかを覗いて、空き家だったので思った。「ここに留まって住みましょう」そして小鹿のために葉と苔で柔らかい寝床をこしらえ、毎朝出かけては木の根や木の実や胡桃を集め、小鹿には柔らかい草を持ち帰った。小鹿は娘の手からそれを食べ、満足して娘のまわりで遊んだ。夕方、妹は疲れて祈りを唱えると、小鹿の背に頭をのせた。それが枕になって、娘はそこで安らかに眠るのだった。兄さんが人の姿でありさえすれば、それはすばらしい暮らしだっただろう。
Das dauerte eine Zeitlang, daß sie so allein in der Wildnis waren. Es trug sich aber zu, daß der König des Landes eine große Jagd in dem Wald hielt. Da schallte das Hörnerblasen, Hundegebell und das lustige Geschrei der Jäger durch die Bäume, und das Rehlein hörte es und wäre gar zu gerne dabei gewesen. »Ach,« sprach es zum Schwesterlein, »laß mich hinaus in die Jagd, ich kann's nicht länger mehr aushalten,« und bat so lange, bis es einwilligte. »Aber,« sprach es zu ihm, »komm mir ja abends wieder, vor den wilden Jägern schließ ich mein Türlein; und damit ich dich kenne, so klopf und sprich: mein Schwesterlein, laß mich herein. Und wenn du nicht so sprichst, so schließ ich mein Türlein nicht auf.« Nun sprang das Rehchen hinaus, und war ihm so wohl und war so lustig in freier Luft. Der König und seine Jäger sahen das schöne Tier und setzten ihm nach, aber sie konnten es nicht einholen, und wenn sie meinten, sie hätten es gewiß, da sprang es über das Gebüsch weg und war verschwunden. Als es dunkel ward, lief es zu dem Häuschen, klopfte und sprach: »Mein Schwesterlein, laß mich herein.« Da ward ihm die kleine Tür aufgetan, es sprang hinein und ruhete sich die ganze Nacht auf seinem weichen Lager aus. Am andern Morgen ging die Jagd von neuem an, und als das Rehlein wieder das Hifthorn hörte und das ho, ho! der Jäger, da hatte es keine Ruhe, und sprach: »Schwesterchen, mach mir auf, ich muß hinaus.« Das Schwesterchen öffnete ihm die Türe und sprach: »Aber zum Abend mußt du wieder da sein und dein Sprüchlein sagen.« Als der König und seine Jäger das Rehlein mit dem goldenen Halsband wieder sahen, jagten sie ihm alle nach, aber es war ihnen zu schnell und behend. Das währte den ganzen Tag, endlich aber hatten es die Jäger abends umzingelt, und einer verwundete es ein wenig am Fuß, so daß es hinken mußte und langsam fortlief. Da schlich ihm ein Jäger nach bis zu dem Häuschen und hörte wie es rief: »Mein Schwesterlein, laß mich herein,« und sah, daß die Tür ihm aufgetan und alsbald wieder zugeschlossen ward. Der Jäger behielt das alles wohl im Sinn, ging zum König und erzählte ihm, was er gesehen und gehört hatte. Da sprach der König: »Morgen soll noch einmal gejagt werden.«
二人がそうして荒れ野にひっそり暮らすうちに、しばらくの時が過ぎた。ところがある日、その国の王が森で大きな狩りを催した。角笛の音、犬の吠える声、猟師たちの陽気な叫びが木々のあいだに響き、小鹿はそれを聞いて、ぜひその場にいたくなった。「ああ」と小鹿は妹に言った。「狩りへ出してよ。もうこらえきれない」そして妹が折れるまで頼みつづけた。「でも」と妹は小鹿に言った。「夕方にはかならず帰ってきて。荒々しい猟師たちを避けて戸を閉めておくから。そして、あなただと分かるように、戸を叩いてこう言ってちょうだい。妹よ、なかへ入れておくれ、と。そう言わなければ戸を開けないから」そこで小鹿は跳び出していき、外の空気のなかで心地よく陽気になった。王と猟師たちはこの美しい獣を見て追いかけたが、追いつくことができず、もう確かに捕らえたと思うと、小鹿は茂みを跳び越えて消えてしまうのだった。暗くなると小鹿は小さな家へ駆け戻り、戸を叩いて言った。「妹よ、なかへ入れておくれ」すると小さな戸が開けられ、小鹿は跳び込んで、柔らかい寝床でひと晩じゅう休んだ。翌朝また狩りが始まり、小鹿は狩りの角笛と猟師たちの「ほう、ほう」という声を聞くと落ち着かなくなって言った。「妹よ、開けておくれ。出かけなければ」妹は戸を開けて言った。「でも夕方にはまた帰って、あの文句を言うのよ」王と猟師たちが金の首輪をした小鹿をまた見つけると、みなで追いかけた。だが小鹿は彼らには速すぎ、身軽すぎた。それが一日じゅう続いたが、とうとう夕方、猟師たちは小鹿を取り囲み、一人が足を少し傷つけたので、小鹿は跛を引いてゆっくり逃げるほかなかった。そこで一人の猟師が小鹿のあとを小さな家までつけ、小鹿がこう呼ぶのを聞いた。「妹よ、なかへ入れておくれ」そして戸が開けられ、すぐにまた閉められるのを見た。猟師はそれをすっかり覚えておいて、王のところへ行き、見聞きしたことを話した。すると王は言った。「明日もう一度狩りをしよう」
Das Schwesterchen aber erschrak gewaltig, als es sah, daß sein Rehkälbchen verwundet war. Es wusch ihm das Blut ab, legte Kräuter auf und sprach: »Geh auf dein Lager, lieb Rehchen, daß du wieder heil wirst.« Die Wunde aber war so gering, daß das Rehchen am Morgen nichts mehr davon spürte. Und als es die Jagdlust wieder draußen hörte, sprach es: »Ich kann's nicht aushalten, ich muß dabei sein; so bald soll mich keiner kriegen.« Das Schwesterchen weinte und sprach: »Nun werden sie dich töten, und ich bin hier allein im Wald und bin verlassen von aller Welt. Ich laß dich nicht hinaus.« -- »So sterb ich dir hier vor Betrübnis,« antwortete das Rehchen, »wenn ich das Hifthorn höre, so mein ich, ich müßt aus den Schuhen springen!« Da konnte das Schwesterchen nicht anders und schloß ihm mit schwerem Herzen die Tür auf, und das Rehchen sprang gesund und fröhlich in den Wald. Als es der König erblickte, sprach er zu seinen Jägern: »Nun jagt ihm nach den ganzen Tag bis in die Nacht, aber daß ihm keiner etwas zuleide tut.« Sobald die Sonne untergegangen war, sprach der König zum Jäger: »Nun komm und zeige mir das Waldhäuschen.« Und als er vor dem Türlein war, klopfte er an und rief: »Lieb Schwesterlein, laß mich herein.« Da ging die Tür auf, und der König trat herein, und da stand ein Mädchen, das war so schön, wie er noch keins gesehen hatte. Das Mädchen erschrak, als es sah, daß nicht sein Rehlein, sondern ein Mann herein kam, der eine goldene Krone auf dem Haupt hatte. Aber der König sah es freundlich an, reichte ihm die Hand und sprach: »Willst du mit mir gehen auf mein Schloß und meine liebe Frau sein?« -- »Ach ja,« antwortete das Mädchen, »aber das Rehchen muß auch mit, das verlaß ich nicht.« Sprach der König: »Es soll bei dir bleiben, so lange du lebst, und soll ihm an nichts fehlen.« Indem kam es hereingesprungen, da band es das Schwesterchen wieder an das Binsenseil, nahm es selbst in die Hand und ging mit ihm aus dem Waldhäuschen fort.
だが妹は、小鹿が傷を負っているのを見てひどく驚いた。血を洗い落とし、薬草を当てて言った。「寝床へお行き、かわいい小鹿。また治るように」だが傷はごく浅く、朝には小鹿はもう何も感じなかった。そして外でまた狩りの賑わいを聞くと言った。「こらえきれない。その場にいなければ。そう簡単には捕まらないよ」妹は泣いて言った。「今度こそあなたは殺されてしまう。そうしたらわたしはこの森にひとりきり、世界じゅうから見捨てられてしまう。出してはあげません」「ではぼくはここで嘆きのあまり死ぬよ」と小鹿は答えた。「あの角笛が聞こえると、靴から跳び出しそうになるんだ」そこで妹はどうすることもできず、重い心で戸を開けてやった。小鹿は元気に楽しげに森へ跳び出していった。王はそれを見つけると猟師たちに言った。「今日は一日じゅう、夜になるまでその鹿を追え。だが誰もそれを傷つけてはならぬ」日が沈むやいなや、王は猟師に言った。「さあ来て、あの森の小さな家を見せてくれ」そして小さな戸の前に立つと、王は叩いて呼ばわった。「かわいい妹よ、なかへ入れておくれ」すると戸が開き、王が入っていった。そこには娘が立っていて、王がこれまで見たこともないほど美しかった。娘は、小鹿ではなく、頭に金の冠をいただいた男が入ってきたのを見て驚いた。だが王はやさしく娘を見て、手を差し伸べて言った。「わたしと城へ来て、わたしの妻になってくれないか」「ええ」と娘は答えた。「でも小鹿も一緒でなければ。あの子を見捨てはしません」王は言った。「あなたの生きているかぎりそばに置こう。何ひとつ不足はさせない」そこへ小鹿が跳び込んできた。娘はまた藺草の綱でつなぎ、自分の手に取って、森の小さな家を出ていった。
Der König nahm das schöne Mädchen auf sein Pferd und führte es in sein Schloß, wo die Hochzeit mit großer Pracht gefeiert wurde, und war es nun die Frau Königin, und lebten sie lange Zeit vergnügt zusammen; das Rehlein ward gehegt und gepflegt und sprang in dem Schloßgarten herum. Die böse Stiefmutter aber, um derentwillen die Kinder in die Welt hineingegangen waren, die meinte nicht anders, als Schwesterchen wäre von den wilden Tieren im Walde zerrissen worden und Brüderchen als ein Rehkalb von den Jägern totgeschossen. Als sie nun hörte, daß sie so glücklich waren und es ihnen so wohlging, da wurden Neid und Mißgunst in ihrem Herzen rege und ließen ihr keine Ruhe, und sie hatte keinen andern Gedanken, als wie sie die beiden doch noch ins Unglück bringen könnte. Ihre rechte Tochter, die häßlich war wie die Nacht, und nur ein Auge hatte, die machte ihr Vorwürfe und sprach: »Eine Königin zu werden, das Glück hätte mir gebührt.« -- »Sei nur still,« sagte die Alte und sprach sie zufrieden, »wenn's Zeit ist, will ich schon bei der Hand sein.« Als nun die Zeit herangerückt war, und die Königin ein schönes Knäblein zur Welt gebracht hatte, und der König gerade auf der Jagd war, nahm die alte Hexe die Gestalt der Kammerfrau an, trat in die Stube, wo die Königin lag und sprach zu der Kranken: »Kommt, das Bad ist fertig, das wird Euch wohl tun und frische Kräfte geben, geschwind, eh es kalt wird.« Ihre Tochter war auch bei der Hand, sie trugen die schwache Königin in die Badestube und legten sie in die Wanne. Dann schlossen sie die Tür ab und liefen davon. In der Badestube aber hatten sie ein rechtes Höllenfeuer angemacht, daß die schöne junge Königin bald ersticken mußte.
王はこの美しい娘を馬に乗せて城へ連れ帰り、そこで婚礼が盛大に祝われた。娘は王妃となり、二人は長いあいだ満ち足りて暮らした。小鹿は大切にかわいがられ、城の庭を跳びまわった。だが、そのせいで子どもたちが世間へ出ることになったあの意地の悪い継母は、妹は森で獣に引き裂かれ、兄さんは小鹿として猟師に撃ち殺されたにちがいないと思い込んでいた。ところが二人がそれほど幸せで何不自由なく暮らしていると聞くと、妬みと悪意がその心に湧き起こって落ち着かず、どうやって二人を不幸に陥れようかということしか考えなくなった。継母の実の娘は夜のように醜く、目が一つしかなかったが、母親を責めて言った。「王妃になるなんて、その幸運はわたしのものだったはずなのに」「まあ静かにおし」と老婆は言ってなだめた。「時が来たら、わたしがちゃんと手を打つよ」さてその時が近づき、王妃が美しい男の子を産んで、王がちょうど狩りに出ているあいだに、老いた魔女は侍女の姿を取って、王妃の横たわる部屋に入り、病人にこう言った。「さあ、湯の支度ができました。お体によくて、力も戻ります。冷めないうちに早く」娘も手伝いに来ていて、二人は弱った王妃を湯殿へ運び、湯船に入れた。それから戸に錠を下ろして逃げ去った。だが湯殿のなかには地獄のような火を焚いてあったので、美しい若い王妃はまもなく息が詰まるほかなかった。
Als das vollbracht war, nahm die Alte ihre Tochter, setzte ihr eine Haube auf und legte sie ins Bett an der Königin Stelle. Sie gab ihr auch die Gestalt und das Ansehen der Königin, nur das verlorene Auge konnte sie ihr nicht wiedergeben. Damit es aber der König nicht merkte, mußte sie sich auf die Seite legen, wo sie kein Auge hatte. Am Abend, als er heim kam und hörte, daß ihm ein Söhnlein geboren war, freute er sich herzlich, und wollte ans Bett seiner lieben Frau gehen und sehen, was sie machte. Da rief die Alte geschwind: »Beileibe, laßt die Vorhänge zu, die Königin darf noch nicht ins Licht sehen und muß Ruhe haben.« Der König ging zurück und wußte nicht, daß eine falsche Königin im Bette lag.
それを済ませると、老婆は娘を連れてきて頭巾をかぶせ、王妃の代わりに寝床に寝かせた。娘に王妃の姿かたちも与えたが、失われた目だけは戻してやれなかった。それを王に気づかれないように、娘は目のないほうを下にして横になっていなければならなかった。夕方、王が帰ってきて、息子が生まれたと聞くと心から喜んで、愛する妻の寝床へ行って様子を見ようとした。すると老婆が急いで言った。「とんでもない、帳は閉めておいてください。王妃さまはまだ光を見てはなりません。安静が必要なのです」王は引き返し、偽の王妃が寝床にいることを知らなかった。
Als es aber Mitternacht war und alles schlief, da sah die Kinderfrau, die in der Kinderstube neben der Wiege saß und allein noch wachte, wie die Türe aufging, und die rechte Königin herein trat. Sie nahm das Kind aus der Wiege, legte es in ihren Arm und gab ihm zu trinken. Dann schüttelte sie ihm sein Kißchen, legte es wieder hinein und deckte es mit dem Deckbettchen zu. Sie vergaß aber auch das Rehchen nicht, ging in die Ecke, wo es lag, und streichelte ihm über den Rücken. Darauf ging sie ganz stillschweigend wieder zur Türe hinaus, und die Kinderfrau fragte am andern Morgen die Wächter, ob jemand während der Nacht ins Schloß gegangen wäre, aber sie antworteten: »Nein, wir haben niemand gesehen.« So kam sie viele Nächte und sprach niemals ein Wort dabei; die Kinderfrau sah sie immer, aber sie getraute sich nicht jemand etwas davon zu sagen.
だが真夜中になり、みなが眠っていると、子ども部屋で揺りかごのそばに座ってひとり起きていた乳母が、戸が開いて本物の王妃が入ってくるのを見た。王妃は子を揺りかごから取り上げ、腕に抱いて乳を飲ませた。それから枕をととのえ、また寝かせて掛けものをかけた。だが小鹿のことも忘れず、小鹿の寝ている隅へ行って、その背をなでた。それからまったく黙ったまま戸口から出ていった。翌朝、乳母は番人たちに、夜のあいだに誰か城へ入らなかったかと尋ねたが、番人たちは答えた。「いいえ、誰も見ていません」こうして王妃は幾晩も来て、そのあいだひと言も口をきかなかった。乳母はいつもそれを見ていたが、誰かに話す勇気がなかった。
Als nun so eine Zeit verflossen war, da hub die Königin in der Nacht an zu reden und sprach:
さてそうして時が過ぎると、王妃は夜に口をきくようになって、こう言った。
»Was macht mein Kind? was macht mein Reh? Nun komm ich noch zweimal und dann nimmermehr.«
「わが子はどうしている。わが小鹿はどうしている。あと二度来て、それきり二度と来ない」
Die Kinderfrau antwortete ihr nicht, aber als sie wieder verschwunden war, ging sie zum König und erzählte ihm alles. Sprach der König: »Ach Gott, was ist das! Ich will in der nächsten Nacht bei dem Kinde wachen.« Abends ging er in die Kinderstube, aber um Mitternacht erschien die Königin wieder und sprach:
乳母は答えなかったが、王妃が消えてしまうと王のところへ行き、一部始終を話した。王は言った。「ああ神よ、これはどうしたことだ。次の夜はわたしが子のそばで起きていよう」夕方、王は子ども部屋へ行った。すると真夜中に王妃がまた現れて言った。
»Was macht mein Kind? was macht mein Reh? Nun komm ich noch einmal und dann nimmermehr.«
「わが子はどうしている。わが小鹿はどうしている。あと一度来て、それきり二度と来ない」
Und pflegte dann des Kindes wie sie gewöhnlich tat, ehe sie verschwand. Der König getraute sich nicht sie anzureden, aber er wachte auch in der folgenden Nacht. Sie sprach abermals:
そしていつものように子の世話をしてから消えた。王は声をかける勇気がなかったが、次の夜も起きていた。王妃はまた言った。
»Was macht mein Kind? was macht mein Reh? Nun komm ich noch diesmal und dann nimmermehr.«
「わが子はどうしている。わが小鹿はどうしている。この度きり来て、それきり二度と来ない」
Da konnte sich der König nicht zurückhalten, sprang zu ihr und sprach: »Du kannst niemand anders sein, als meine liebe Frau.« Da antwortete sie: »Ja, ich bin deine liebe Frau,« und hatte in dem Augenblicke durch Gottes Gnade das Leben wieder erhalten, war frisch, rot und gesund. Darauf erzählte sie dem König den Frevel, den die böse Hexe und ihre Tochter an ihr verübt hatten. Der König ließ beide vor Gericht führen, und es ward ihnen das Urteil gesprochen. Die Tochter ward in den Wald geführt, wo sie die wilden Tiere zerrissen, die Hexe aber ward ins Feuer gelegt und mußte jammervoll verbrennen. Und wie sie zu Asche verbrannt war, verwandelte sich das Rehkälbchen und erhielt seine menschliche Gestalt wieder; Schwesterchen und Brüderchen aber lebten glücklich zusammen bis an ihr Ende.
そこで王はこらえきれず、王妃に跳び寄って言った。「おまえは愛する妻のほかの誰でもありえない」すると王妃は答えた。「はい、わたしはあなたの愛する妻です」そしてその瞬間、神の恵みによって命を取り戻し、生き生きと血色よく健やかになった。それから王妃は、悪い魔女とその娘が自分に働いた非道を王に語った。王は二人を裁きにかけさせ、判決が下された。娘は森へ連れていかれて獣に引き裂かれ、魔女は火にかけられて、嘆きのうちに焼け死ぬほかなかった。そして魔女が灰になると、小鹿は姿を変えて、また人の姿を取り戻した。妹と兄さんは、生涯を幸せに暮らした。
和訳は claude-opus-5 がこのために作ったもので、原資料ではない(translation_type: AI_GENERATED)。 既存の published 訳を写したものではなく、学術的な定訳でもない。 段落は原文と一対一に対応させてあり、段落数の一致は機械で検査している。和訳は Embedding に入れていない —— 入れると測ったことの数字が汚れるためである。
緊張のうつりかわり
本文を 12 等分し、張りつめた語(死・血・恐れ・剣…)から和らいだ語(祝い・眠り・ 婚礼…)を引いて、話の中で 0〜1 に均したもの。自前の辞書である。翻訳を経た本文を測っているので、これは原話ではなくこの訳の性質である。
出来事の並び(数え上げ)
区画ごとに、コーパス全体の出現率に対して不釣り合いに多く出た引き金語を採っている。 生の回数で採ると、`father`/`mother` を持つ Family がほぼ全区画で勝つ(実測)。
Journey→Family→Family→Family→Journey→Family→Family→Marriage→Birth→Gift→Transformation
似ている民話
多言語 Embedding のコサイン近傍。類似度は歴史的な起源や伝播を証明する値ではない。同じ本の話は文体を共有するぶん必ず似るので、そう分かるよう印を付けてある。
| # | 題名 | 文化圏 | 類似度 | 出典 |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Die drei Männlein im Walde | ドイツ語圏 | 0.973 | 同じ本 |
| 2 | Aschenputtel | ドイツ語圏 | 0.972 | 同じ本 |
| 3 | Sneewittchen | ドイツ語圏 | 0.971 | 同じ本 |
| 4 | Märchen von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen | ドイツ語圏 | 0.971 | 同じ本 |
| 5 | Marienkind | ドイツ語圏 | 0.970 | 同じ本 |
| 6 | Tischchen deck dich, Goldesel und Knüppel aus dem Sack | ドイツ語圏 | 0.970 | 同じ本 |
| 7 | Sechse kommen durch die ganze Welt | ドイツ語圏 | 0.969 | 同じ本 |
| 8 | Der Teufel mit den drei goldenen Haaren | ドイツ語圏 | 0.968 | 同じ本 |
| 9 | Das tapfere Schneiderlein | ドイツ語圏 | 0.967 | 同じ本 |
| 10 | Der treue Johannes | ドイツ語圏 | 0.966 | 同じ本 |
| 11 | Dornröschen | ドイツ語圏 | 0.966 | 同じ本 |
| 12 | Schneeweißchen und Rosenrot | ドイツ語圏 | 0.966 | 同じ本 |
話を刻んで比べた近傍
話を 150 語ずつの窓に切り、話の平均を引いてから窓ごとに比べたときの近傍。 話をまるごと 1 本のベクトルにする上の一覧より、独英グリムの同じ話をよく当てた (測ったこと の H-05)。「筋の順番が似ている」ではない —— 順番をまったく使わない突き合わせでも同じだけ当たったので、 効いているのは刻んで細かく比べていることである。
| # | 題名 | 文化圏 | 類似度 | 出典 |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich | ドイツ語圏 | 0.099 | 同じ本 |
| 2 | True and Untrue | ノルウェー | 0.088 | 別の本 |
| 3 | The Four Clever Brothers | ドイツ語圏 | 0.085 | 別の本 |
| 4 | The Master of Magic | アゾレス諸島 | 0.083 | 別の本 |
| 5 | Die drei Männlein im Walde | ドイツ語圏 | 0.082 | 同じ本 |
| 6 | The Wood Sprite | ロシア | 0.079 | 別の本 |