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Der Stiefel von Büffelleder

ドイツ語圏(Germany) / 本文の言語 ドイツ語 / 出典の刊年 1921 1,321

出典と権利

出典の本Deutsche Märchen gesammelt durch die Brüder Grimm
提供Project Gutenberghttps://www.gutenberg.org/ebooks/77905
採集・編者Jacob Grimm; Wilhelm Grimm
刊年の根拠扉に『Hundertfünfundzwanzigstes Tausend 1921』、初版表示は『Erstes Tausend 1911』
権利状態Public Domain (United States)(US)/確認日 2026-09-08
地図上の位置緯度 50.9 / 経度 9.5(精度 culture_region)。話の舞台でも採集地でもなく、この本が扱う文化圏のおおよその中心である。

本文

Project Gutenberg の本文から、PG のヘッダ・フッタ・商標文言を除いたもの。段落は原文のままである。

Ein Soldat, der sich vor nichts fürchtet, kümmert sich auch um nichts. So einer hatte seinen Abschied erhalten, und da er nichts gelernt hatte und nichts verdienen konnte, so zog er umher und bat gute Leute um ein Almosen. Auf seinen Schultern hing ein alter Wettermantel, und ein paar Reiterstiefeln von Büffelleder waren ihm auch noch geblieben. Eines Tages ging er, ohne auf Weg und Steg zu achten, immer ins Feld hinein und gelangte endlich in einen Wald. Er wußte nicht, wo er war, sah aber auf einem abgehauenen Baumstamm einen Mann sitzen, der gut gekleidet war und einen grünen Jägerrock trug. Der Soldat reichte ihm die Hand, ließ sich neben ihm auf das Gras nieder und streckte seine Beine aus. »Ich sehe, du hast feine Stiefel an, die glänzend gewichst sind,« sagte er zu dem Jäger, »wenn du aber herumziehen müßtest wie ich, so würden sie nicht lange halten. Schau die meinigen an, die sind von Büffelleder und haben schon lange gedient, gehen aber durch dick und dünn.« Nach einer Weile stand der Soldat auf und sprach: »Ich kann nicht länger bleiben, der Hunger treibt mich fort. Aber, Bruder Wichsstiefel, wohinaus geht der Weg?« -- »Ich weiß es selber nicht,« antwortete der Jäger, »ich habe mich in dem Wald verirrt.« -- »So geht dir's ja wie mir,« sprach der Soldat, »gleich und gleich gesellt sich gern, wir wollen beieinander bleiben und den Weg suchen.« Der Jäger lächelte ein wenig, und sie gingen zusammen fort, immer weiter, bis die Nacht einbrach. »Wir kommen aus dem Wald nicht heraus,« sprach der Soldat, »aber ich sehe dort in der Ferne ein Licht schimmern, da wird's etwas zu essen geben.« Sie fanden ein Steinhaus, klopften an die Türe und ein altes Weib öffnete. »Wir suchen ein Nachtquartier,« sprach der Soldat, »und etwas Unterfutter für den Magen, denn der meinige ist so leer wie ein alter Tornister.« -- »Hier könnt ihr nicht bleiben,« antwortete die Alte, »das ist ein Räuberhaus, und ihr tut am klügsten, daß ihr euch fortmacht, bevor sie heimkommen, denn finden sie euch, so seid ihr verloren.« -- »Es wird so schlimm nicht sein,« antwortete der Soldat, »ich habe seit zwei Tagen keinen Bissen genossen, und es ist mir einerlei, ob ich hier umkomme oder im Walde vor Hunger sterbe. Ich gehe herein.« Der Jäger wollte nicht folgen, aber der Soldat zog ihn am Ärmel mit sich: »Komm, Bruderherz, es wird nicht gleich an den Kragen gehen.« Die Alte hatte Mitleiden und sagte: »Kriecht hinter den Ofen, wenn sie etwas übrig lassen und eingeschlafen sind, so will ich's euch zustecken.« Kaum saßen sie in der Ecke, so kamen zwölf Räuber hereingestürmt, setzten sich an den Tisch, der schon gedeckt war, und forderten mit Ungestüm das Essen. Die Alte trug einen großen Braten herein, und die Räuber ließen sich's wohlschmecken. Als der Geruch von der Speise dem Soldaten in die Nase stieg, sagte er zum Jäger: »Ich halt's nicht länger aus, ich setze mich an den Tisch und esse mit.« -- »Du bringst uns ums Leben,« sprach der Jäger und hielt ihn am Arm. Aber der Soldat fing an laut zu husten. Als die Räuber das hörten, warfen sie Messer und Gabel hin, sprangen auf und entdeckten die beiden hinter dem Ofen. »Aha, ihr Herren,« riefen sie, »sitzt ihr in der Ecke? Was wollt ihr hier? Seid ihr als Kundschafter ausgeschickt? Wartet, ihr sollt an einem dürren Ast das Fliegen lernen.« -- »Nur manierlich,« sprach der Soldat, »mich hungert, gebt mir zu essen, hernach könnt ihr mit mir machen was ihr wollt.« Die Räuber stutzten, und der Anführer sprach: »Ich sehe, du fürchtest dich nicht; gut, Essen sollst du haben, aber hernach mußt du sterben.« -- »Das wird sich finden,« sagte der Soldat, setzte sich an den Tisch und fing an, tapfer in den Braten einzuhauen. »Bruder Wichsstiefel, komm und iß,« rief er dem Jäger zu, »du wirst hungrig sein, so gut als ich, und einen besseren Braten kannst du zu Haus nicht haben;« aber der Jäger wollte nicht essen. Die Räuber sahen dem Soldaten mit Erstaunen zu und sagten: »Der Kerl macht keine Umstände.« Hernach sprach er: »Das Essen wäre schon gut, nun schafft auch einen guten Trunk herbei.« Der Anführer war in der Laune, sich das auch noch gefallen zu lassen und rief der Alten zu: »Hol eine Flasche aus dem Keller und zwar von dem besten.« Der Soldat zog den Pfropfen heraus, daß es knallte, ging mit der Flasche zu dem Jäger und sprach: »Gib acht, Bruder, du sollst dein blaues Wunder sehen: jetzt will ich eine Gesundheit auf die ganze Sippschaft ausbringen.« Dann schwenkte er die Flasche über den Köpfen der Räuber, rief: »Ihr sollt alle leben, aber das Maul auf und die rechte Hand in der Höhe,« und tat einen herzhaften Zug. Kaum waren die Worte heraus, so saßen sie alle bewegungslos, als wären sie von Stein, hatten das Maul offen und streckten den rechten Arm in die Höhe. Der Jäger sprach zu dem Soldaten: »Ich sehe, du kannst noch andere Kunststücke, aber nun komm und laß uns heimgehen.« -- »Oho, Bruderherz, das wäre zu früh abmarschiert, wir haben den Feind geschlagen und wollen erst Beute machen. Die sitzen da fest und sperren das Maul vor Verwunderung auf; sie dürfen sich aber nicht rühren, bis ich es erlaube. Komm, iß und trink.« Die Alte mußte noch eine Flasche von dem besten holen, und der Soldat stand nicht eher auf, als bis er wieder für drei Tage gegessen hatte. Endlich, als der Tag kam, sagte er: »Nun ist es Zeit, daß wir das Zelt abbrechen, und damit wir einen kurzen Marsch haben, so soll die Alte uns den nächsten Weg nach der Stadt zeigen.« Als sie dort angelangt waren, ging er zu seinen alten Kameraden und sprach: »Ich habe draußen im Wald ein Nest voll Galgenvögel aufgefunden, kommt mit, wir wollen es ausheben.« Der Soldat führte sie an und sprach zu dem Jäger: »Du mußt wieder mit zurück und zusehen, wie sie flattern, wenn wir sie an den Füßen packen.« Er stellte die Mannschaft rings um die Räuber herum, dann nahm er die Flasche, trank einen Schluck, schwenkte sie über ihnen her und rief: »Ihr sollt alle leben!« Augenblicklich hatten sie ihre Bewegung wieder, wurden aber niedergeworfen und an Händen und Füßen mit Stricken gebunden. Dann hieß sie der Soldat wie Säcke auf einen Wagen werfen und sagte: »Fahrt sie nur gleich vor das Gefängnis.« Der Jäger aber nahm einen von der Mannschaft beiseite und gab ihm noch eine Bestellung mit.

»Bruder Wichsstiefel,« sprach der Soldat, »wir haben den Feind glücklich überrumpelt und uns wohl genährt, jetzt wollen wir als Nachzügler in aller Ruhe hinterhermarschieren.« Als sie sich der Stadt näherten, so sah der Soldat, wie sich eine Menge Menschen aus dem Stadttor drängten, lautes Freudengeschrei erhuben und grüne Zweige in der Luft schwangen. Dann sah er, daß die ganze Leibwache herangezogen kam. »Was soll das heißen?« sprach er ganz verwundert zu dem Jäger. »Weißt du nicht,« antwortete er, »daß der König lange Zeit aus seinem Reich entfernt war, heute kehrt er zurück, und da gehen ihm alle entgegen.« -- »Aber wo ist der König?« sprach der Soldat, »ich sehe ihn nicht.« -- »Hier ist er,« antwortete der Jäger, »ich bin der König, und habe meine Ankunft melden lassen.« Dann öffnete er seinen Jägerrock, daß man die königlichen Kleider sehen konnte. Der Soldat erschrak, fiel auf die Knie und bat ihn um Vergebung, daß er ihn in der Unwissenheit wie seinesgleichen behandelt und ihn mit solchem Namen angeredet habe. Der König aber reichte ihm die Hand und sprach: »Du bist ein braver Soldat und hast mir das Leben gerettet. Du sollst keine Not mehr leiden, ich will schon für dich sorgen. Und wenn du einmal ein Stück guten Braten essen willst, so gut als in dem Räuberhaus, so komm nur in die königliche Küche. Willst du aber eine Gesundheit ausbringen, so sollst du erst bei mir Erlaubnis dazu holen.«

緊張のうつりかわり

本文を 12 等分し、張りつめた語(死・血・恐れ・剣…)から和らいだ語(祝い・眠り・ 婚礼…)を引いて、話の中で 0〜1 に均したもの。自前の辞書である。翻訳を経た本文を測っているので、これは原話ではなくこの訳の性質である。

00.510%25%50%75%100%0% 地点 / 緊張度 19% 地点 / 緊張度 118% 地点 / 緊張度 127% 地点 / 緊張度 136% 地点 / 緊張度 146% 地点 / 緊張度 155% 地点 / 緊張度 164% 地点 / 緊張度 073% 地点 / 緊張度 182% 地点 / 緊張度 091% 地点 / 緊張度 0100% 地点 / 緊張度 1JourneyJourneyJourneyFamilyTrialFamilyJourneyJourneyJourney話の進行 →
縦は緊張度(この話の中での相対値。話をまたいで比べられる量ではない)、横は本文の進行。 上端の小さな字は、その区画で不釣り合いに多く出た出来事語である。

出来事の並び(数え上げ)

区画ごとに、コーパス全体の出現率に対して不釣り合いに多く出た引き金語を採っている。 生の回数で採ると、`father`/`mother` を持つ Family がほぼ全区画で勝つ(実測)。

JourneyJourneyJourneyFamilyTrialFamilyJourneyJourneyJourney

似ている民話

多言語 Embedding のコサイン近傍。類似度は歴史的な起源や伝播を証明する値ではない。同じ本の話は文体を共有するぶん必ず似るので、そう分かるよう印を付けてある。

#題名文化圏類似度出典
1Der Grabhügelドイツ語圏0.963同じ本
2Sechse kommen durch die ganze Weltドイツ語圏0.961同じ本
3Die Rübeドイツ語圏0.959同じ本
4Märchen von einem, der auszog, das Fürchten zu lernenドイツ語圏0.957同じ本
5Tischchen deck dich, Goldesel und Knüppel aus dem Sackドイツ語圏0.957同じ本
6Brüderchen und Schwesterchenドイツ語圏0.956同じ本
7Der Bärenhäuterドイツ語圏0.955同じ本
8Der Teufel mit den drei goldenen Haarenドイツ語圏0.955同じ本
9Das Wasser des Lebensドイツ語圏0.955同じ本
10Das tapfere Schneiderleinドイツ語圏0.954同じ本
11Bruder Lustigドイツ語圏0.954同じ本
12Daumesdickドイツ語圏0.953同じ本

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